Freitag, 19. Juni 2009

Freeport to Gibraltar - Tag 10

Wie angekündigt kamen wir heute gegen Mittagszeit auf den Azoren an. Die Azoren sind vulkanischen Ursprungs und die Strände sind dementsprechend aus schwarzem Sand, genau wie auf Hawaii.



Wir haben auf der Insel Faial in der Hafenstadt Horta Unterschlupf gefunden. Alle öffentlichen Anlagen sind mit viel Liebe zum Detail angelegt. Vom Stil der Gebäude und der Sraßen fühlt man sich mehrere Jahrzehnte zurückversetzt.



Auf der Nachbarinsel ragt ein erloschener Vulken bis in über 2300m Höhe über die Wolken. Tagsüber sieht man den Gipfel nicht, erst Abends wenn sich die Wolken verziehen, kommt er vollständig zum Vorschein.



Es steht noch nicht genau fest, wie lange wir hier bleiben werden. Vermutlich noch 3 Tage - ursprünglich waren zwar nur 24 Stunden geplant, aber das Wetter westlich von Portugal wird gerade immer schlechter.



Wir sind alle sehr froh, ein paar Tage lang wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Die Stimmung ist dementsprechen ausgelassen und nach Feierabend bleibt kaum jemand an Bord - die Wachhabenden eben.


[links: Annabelle, mitte: ich, rechts: Warlito]


[links: DeWet, mitte: ich, rechts: Charlie]

Als besonderes Hightlight gingen wir heute alle gemeinsam zum Abendessen aus. Das Restaurant war ein etwas anderes. Jeder Gast erhält dort einen eigenen heißen Stein vor sich auf den Tisch, auf dem er sein eigenes Essen nach Lust und Laune zubereiten kann. Nur meine südafrikanischen Kollegen beschwerten sich. Sie hatten den Einwand, dass das Kochen in Afrika immer noch die Aufgabe des Koches sei, dafür werde er ja schließlich bezahlt!



Zum heißen Stein bekam jeder einen Teller voll roher Stücke Tunfisch, Schwertfisch, Flunder, Huhn, Schwein, Rind, Garnelen und Muscheln. Mich fasziniert nach wie vor, wie Garnelen beim Braten ihre graue Farbe in ein leuchtendes rot-orange verwandeln.



Nach dem ersten Abend am Festland waren wieder alle vom Kabinenfieber geheilt. Ich bin sehr dankbar, dass auf der bisherigen Überfahrt sämtliche elektronischen Systeme einwandfrei funktionierten, und wir nicht ausschließlich auf Sextant und Magnetkompass angewiesen waren.

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