Montag, 8. Dezember 2008

Der Schwarm

... ist das bekannteste Buch von Frank Schätzing. Nachdem ich mich bei "Lautlos" an Schätzing`s Schreibstil gewöhnt und damit abgefunden hatte, dass er einfach völlig anders erzählt als Dan Brown, war ich gespannt auf den "Schwarm". Tatsächlich fängt das Buch schon auf den ersten 100 Seiten spannender an als "Lautlos". Während den ersten 2/3 des Buches steigert sich das Ausmaß der Naturkatastrophen kontinuierlich. Ständig fragt sich der Leser, wann das Unheil wohl ein Ende finden wird. Kaum hat man sich mit dem plötzlichen und teilweise grausam geschilderten Tod einer der auf vielen Seiten bis ins kleinste Detail beschriebenen Hauptcharaktere abgefunden, da trifft schon das nächste Unglück ein. Immer wieder fragt man sich, ob überhaupt jemand bis zum Ende des Buches überlebt. Im "Schwarm" trifft alles grundsätzlich schlimmer ein, als man es sich hätte ausmalen können. Kurz vor Ende des Buches ist die Situation so dramatisch, dass man ein sinnvolles Ende der Erzählung kaum für möglich hält und die Lösung der heraufbeschworenen globalen Probleme in einem Fortsetzungsbuch erwartet. Doch Schätzing kratzt die Kurve und sorgt für ein gedämpftes Happy End, überschattet vom aufopferungsvollen Tod weiterer Hauptpersonen. Das Buch ist lesenswert, ich empfehle es weiter.