Sonntag, 16. November 2008

500 Stunden Arbeit...

...stecken nach äußerst arbeitsintensiven 6 Wochen in meinem komplett neuverkabelten Audio-Video-Kontrollraum. Zwar ist er nur 3 Quadratmeter groß - inklusive dem Platz der drei 19 Zoll Racks - dennoch fanden dort ca. 1000 Meter Koax-, Audio- und CAT5-Kabel ihren neuen Platz. Zuvor wurden drei 120 Liter Müllsäcke mit alten Kabel und Steckern gefüllt und entsorgt. Ungefähr 400 Kabel mußten an beiden Enden neu terminiert werden, entweder gelötet, oder gekrimpt. Meine Hände sehen dementsprechend aus: Hornhaut an allen Fingerkuppen und zahlreiche Kratzer von den über 1500 Kabelbindern, die dabei helfen die Laufwege aller Kabel zu fixieren.


Der Aufwand war schon lange überfällig, denn wenn man sich anschaut wie einige der Kabelwege vor der Neuinstallation aussahen, dann fällt auf, dass die neue Verkabelung nicht nur schöner und übersichtlicher aussieht, sondern auch wengier fehleranfällig ist.

Um den Unterschied zu verdeutlichen: Beide Fotos zeigen ein und dieselbe Stelle in einem der drei Racks - einmal vor und einmal nach getaner Arbeit.

Jetzt kann ich behaupten, das komplette elektronische Audio-Video-Kontrollsystem auf der M.Y. Ilona in- und auswändig zu kennen. Die Arbeit hat sich gelohnt, zukünftig werde ich hoffentlich weniger Zeit mit dem Auffinden hochohmiger Lötstellen und anderen Reparaturen verbringen müssen. Ich muß zugeben, ich bin ein bissle stolz, denn alles funktioniert wie am Schnürchen.

Samstag, 8. November 2008

Lautlos

...von Frank Schätzing ist einfach nicht mit einem Buch von Dan Brown zu vergleichen. Zwar sind die Kapitel recht kurz gehalten, jedoch ist Schätzings Sprache um ein Vielfaches anspruchsvoller als die ins Deutsche übersetzten Bücher von Dan Brown. Amerikaner haben ja bekanntlich einen recht kleinen Wortschatz, und deshalb ist auch das aus dem Amerikanischen übersetzte Deutsch recht einfach zu lesen.
Im Gegensatz zu Dan Browns Bücher wird "Lautlos" leider erst nach ungefähr 400 Seiten spannend. Und nach weiteren 300 Seiten ist das Buch dann schon zu Ende. Die Story ist glaubhaft und gut recherchiert. Themen wie die Entwicklung des internationalen Terrorismus und der Kosovokrieg werden ausführlich diskutiert. Dabei ist es weniger das Anliegen des Autors, den Leser mit leichter Unterhaltung zu berieseln, sondern vielmehr, diesen zum Nachdenken zu bewegen. Das Buch ist lesenswert, allerdings nicht mit dem Spannungsfaktor, den manch ein Leser von Dan Brown gewohnt ist.