Donnerstag, 30. Oktober 2008

soooo groß...

können Bäume sein. Wobei Größe in diesem Fall mehr mit Volumen als mit Höhe zu tun hat. Im Sequoia National Park in Kalifornien stehen die voluminösesten Bäume der Welt. Ihre Ausmaße kann man sich annähernd vorstellen, wenn man sie mit eigenen Augen sieht. Der Anblick ist äußerst ehrfurchterregend.
Der Größte der großen Bäume im Nationalpark heißt "General Sherman Tree". Er ist knapp 84 Meter hoch, hat an der Stammbasis einen Durchmesser von über 11 Meter und in 55 Meter Höhe immer noch einen Durchmesser von über 4 Meter. Das Volumen seines Stammes liegt bei knapp 1500 Kubikmeter.
Selbst wenn man daneben steht, sind die Dimensionen immer noch nicht greifbar. Ein bischen hilft vielleicht der folgende Vergleich: Wenn so ein Baum umfällt (siehe Bild unten), so ist er immer noch so groß wie ein 2-stöckiges Wohnhaus - mit Dach.

Samstag, 25. Oktober 2008

2984 Meilen nach Los Angeles

Heute hab ich mal wieder mein Flugmeilenkonto bei der Lufthansa eingesehen und mit Erstaunen festgestellt, dass die Entfernung zwischen zwei Städten offenbar nicht von der räumlichen Distanz abhängt, sondern davon, wie viel man für sein Flugticket bezahlt.

Dies will ich am Beispiel der Verbindung zwischen München und Los Angeles erklären: Die tatsächliche Flugstrecke beträgt 5968 Flugmeilen (nautische Meilen), das entspricht umgerechnet 11052km.

Kauft man ein Flugticket zum Schnäppchenpreis (Buchungsklasse S, U, oder W), so rechnet die Lufthansa nur eine Flugstrecke von 2984 Flugmeilen auf das Flugmeilenkonto an, was einer absolut unrealistischen Entfernung von 5526km entspricht.

Je weniger man also für seinen Flug bezahlt, umso näher rücken die Flughäfen dieser Erde zusammen. Komisch ist nur, dass die Flugzeuge für die halbierte Distanz trotzdem genauso viel Zeit benötigen. Diese Tatsache wiederum entspricht einer Halbierung der Produktivität des Unternehmens!

Trotzdem, für die Lufthansa scheint dies eine gute Möglichkeit zu sein, wirtschaftlicher zu arbeiten. Vielleicht sollte man den Damen und Herren der Lufthansa einmal mitteilen, dass Sie mit dieser Taktik ihre Kerosinkosten, die Arbeitsstunden ihrer Piloten und die Flutstunden ihrer Maschinen leider nicht halbieren können.

Wer seine Flugmeilen (abhängig vom gebuchten Tarif) schon vor seinem Abflug einmal berechnen lassen will, der kann das mit Hilfe dieses Flugmeilenrechners tun: http://www.meilenrechner.com/php/meilen_sammeln2.php?language=ger

Montag, 20. Oktober 2008

Hubschrauberkamera

Ganz spontan und ohne Planung entstand vor einiger Zeit meine erste Hubschrauberkamerahalterung. Mit Hilfe verschiedener Materialien und Werkzeuge aus dem Bastelkeller entstand innerhalb weniger Stunden ein kleines leichtes Gestell aus Hartholz, das mittels Flügelmuttern an die Kuven meines Logo 10 3D geschraubt werden kann.
Falls die vordere Querschine mit der befestigten Kamera aus irgendeinem Grund während des Fluges doch einmal brechen sollte, dient die am Kuvengestell befestigte Handschlinge der Kamera als zusätzliche Sicherheit.

Alle Stellen, an denen die Kamera mit der vorderen Querschiene und diese mit den Kuven verbunden ist, wurden mit Moosgummi beklebt. Der Hintergedanke dabei war, die ohnehin geringen Vibrationen meines Elektrohelis noch weiter zu minimieren. Der hohen Aufnahmequalität zufolge funktioniert das recht gut.
Die Kamera selbst wird mit einer Stativschraube aus dem Fotofachgeschäft an das Gestell geschraubt. Die Kamera ist leicht nach vorne geneigt und der Neigungswinkel ist so optimiert, daß die Schnauze der Fuselage nicht auf der Filmaufnahme zu sehen ist. Die hintere Halterung dient lediglich der Balance in der Luft und dem aufrechten Stand des Helis während er am Boden ist. Vibrationen sind bei der hinteren Querschiene nicht tragisch, deshalb wurde auf Moosgummi verzichtet. Die Halterung kann innerhalb weniger Sekunden und ohne Werkzeug angebracht und abgenommen werden und erfüllt ihre Aufgabe bestens.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Hochzeit auf Amerikanisch

Ein weiteres Highlight im letzten Urlaub war die Hochzeit von Joel & Jenna am 3. Oktober, zu der Carolyn und ich eingeladen waren. Joel ging vor 6 Jahren an der University of the Nations in Kona in meine Klasse und seitdem haben wir uns immer wieder getroffen.
Die Hochzeit war total anders als alles was Carolyn und ich bisher gekannt hatten, total amerikanisch halt - mit Filmteam und sogar mit Generalprobe am Tag zuvor. Weil es im Herzen Kaliforniens Anfang Oktober noch sommerlich warm ist, fand die Hochzeit im Freien statt. Das Ambiente war traumhaft und wir erlebten eine unvergessliche Feier. Manche Dinge können wir uns für unsere eigene Hochzeit auch vorstellen. Eines jedoch auf keinen Fall, nämlich, sich als Brautpaar schon weit vor Mitternacht aus dem Staub zu machen und die Hochzeitsgesellschaft allein weiterfeiern zu lassen.

Freitag, 10. Oktober 2008

Herbstwinde

Nachdem meine Flugkurventechnik jetzt einigermaßen ausgereift ist, bin ich auf die nächste Herausforderung gestoßen: Fliegen in großer Höhe oder weiter Entfernung. Das Problem dabei ist, daß man erstens den Wind in entsprechender Entfernung überhaupt nicht mehr einschätzen kann und zweitens die jeweilige Fluglage des Helis kaum erkennt. Auch die rot-weiße Signallackierung meines Helis hilft dabei eher wenig - zumindest bei herbstlich schlechten Lichtverhältnissen.


Wenn sich dann böige Herbstwinde und Nebel gegen den Steuermann zusammentun, kann das fatale folgen haben. Hinzu kommt, dass die Finger schneller kalt werden und die Akkus sind bei niedrigen Temperaturen auch nicht voll leistungsfähig. Trotzdem hab ich bei so einem Flug meine Kamera montiert und einen "Beinaheabsturz" - ich hatte die torkelnde Kiste am Himmel bereits aufgegeben - einmal dokumentiert. Mein Heli wurde in großer Entfernung und in ca. 150 Meter Höhe von einer Windböhe gepackt und nach oben gezogen. Ich war recht überrascht, denn nur mit einem negativen Anstellwinkel der Rotorblätter kam die Kiste wieder näher zum Boden. Natürlich war ich sehr erfreut, dass die Fluglage ca. 40 Meter über dem Boden wieder erkennbar war und noch genug "Restflughöhe" blieb um den Trudelheli abzufangen.

Sonntag, 5. Oktober 2008

ganz vorn mit dabei

Wer sich gerne in den Bereichen Technologie, Unterhaltung und Design auf dem Laufenden halten will und wer gerne früher als "Otto-Normalverbraucher" von neuen Forschungsergebnissen und ausgefallenen Ideen hört, für den ist TED.com die ideale Webseite. TED steht für Technology - Entertainment - Design und ist eine im Jahr 1984 gegründete Konferenz, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, neue Ideen zu verbreiten. Die Hauptsponsoren der TED Konferenz sind Nokia, BMW und Autodesk. TED.com ist eine echte Alternative zu herkömmlichen Wissenschafts- und Techniksendungen im Fernsehen.
Auf TED.com können viele Vorträge berühmter Persönlichkeiten wie zum Beispiel Al Gore oder Steven Hawking angeschaut werden. Die Vorträge sind kurz gehalten und in den meisten Fällen sehr faszinierend. In gewisser Weise ist TED.com das Youtube für Leute mit gehobenen Ansprüchen.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Holz statt Stahl

Eine Achterbahn muß nicht immer gleich ein Nervenkitzel sein um tolle Bewertungen zu bekommen. Das beweist Europas derzeit größte Holzachterbahn im Tripsdrill-Freizeitpark. Anders als bei Achterbahnen mit Stahlgestell, fahren die Wagen stark gedämpft über den Hochgeschwindigkeitskurs, ohne die Insassen auf ruppige Art durchzuschütteln. Das Holzgestell scheint die Kräfte der Gondeln besser zu schlucken als es Stahlgestelle tun. Der Kurs besteht aus einem steilen Absturz zu Beginn, dann folgen weich geschwungene Hochgeschwindigkeitskurven und eine Tunneldurchfahrt am Ende.

Überall auf der Strecke ist das frisch verbaute Holz zu riechen und kurz vor Ende fahren die Gondeln durch einen Schleier von eiskaltem Wasserdampf, der mit Kiefernadelöl angereichert ist. Den Fahrgästen wird während der Wartezeit und der etwa 90-Sekündigen Fahrt ein tolles canadisches Holzfäller-Feeling vermittelt und auch ohne Loopings ist diese Achterbahn ein echtes Hightlight.