Montag, 8. Dezember 2008

Der Schwarm

... ist das bekannteste Buch von Frank Schätzing. Nachdem ich mich bei "Lautlos" an Schätzing`s Schreibstil gewöhnt und damit abgefunden hatte, dass er einfach völlig anders erzählt als Dan Brown, war ich gespannt auf den "Schwarm". Tatsächlich fängt das Buch schon auf den ersten 100 Seiten spannender an als "Lautlos". Während den ersten 2/3 des Buches steigert sich das Ausmaß der Naturkatastrophen kontinuierlich. Ständig fragt sich der Leser, wann das Unheil wohl ein Ende finden wird. Kaum hat man sich mit dem plötzlichen und teilweise grausam geschilderten Tod einer der auf vielen Seiten bis ins kleinste Detail beschriebenen Hauptcharaktere abgefunden, da trifft schon das nächste Unglück ein. Immer wieder fragt man sich, ob überhaupt jemand bis zum Ende des Buches überlebt. Im "Schwarm" trifft alles grundsätzlich schlimmer ein, als man es sich hätte ausmalen können. Kurz vor Ende des Buches ist die Situation so dramatisch, dass man ein sinnvolles Ende der Erzählung kaum für möglich hält und die Lösung der heraufbeschworenen globalen Probleme in einem Fortsetzungsbuch erwartet. Doch Schätzing kratzt die Kurve und sorgt für ein gedämpftes Happy End, überschattet vom aufopferungsvollen Tod weiterer Hauptpersonen. Das Buch ist lesenswert, ich empfehle es weiter.

Sonntag, 16. November 2008

500 Stunden Arbeit...

...stecken nach äußerst arbeitsintensiven 6 Wochen in meinem komplett neuverkabelten Audio-Video-Kontrollraum. Zwar ist er nur 3 Quadratmeter groß - inklusive dem Platz der drei 19 Zoll Racks - dennoch fanden dort ca. 1000 Meter Koax-, Audio- und CAT5-Kabel ihren neuen Platz. Zuvor wurden drei 120 Liter Müllsäcke mit alten Kabel und Steckern gefüllt und entsorgt. Ungefähr 400 Kabel mußten an beiden Enden neu terminiert werden, entweder gelötet, oder gekrimpt. Meine Hände sehen dementsprechend aus: Hornhaut an allen Fingerkuppen und zahlreiche Kratzer von den über 1500 Kabelbindern, die dabei helfen die Laufwege aller Kabel zu fixieren.


Der Aufwand war schon lange überfällig, denn wenn man sich anschaut wie einige der Kabelwege vor der Neuinstallation aussahen, dann fällt auf, dass die neue Verkabelung nicht nur schöner und übersichtlicher aussieht, sondern auch wengier fehleranfällig ist.

Um den Unterschied zu verdeutlichen: Beide Fotos zeigen ein und dieselbe Stelle in einem der drei Racks - einmal vor und einmal nach getaner Arbeit.

Jetzt kann ich behaupten, das komplette elektronische Audio-Video-Kontrollsystem auf der M.Y. Ilona in- und auswändig zu kennen. Die Arbeit hat sich gelohnt, zukünftig werde ich hoffentlich weniger Zeit mit dem Auffinden hochohmiger Lötstellen und anderen Reparaturen verbringen müssen. Ich muß zugeben, ich bin ein bissle stolz, denn alles funktioniert wie am Schnürchen.

Samstag, 8. November 2008

Lautlos

...von Frank Schätzing ist einfach nicht mit einem Buch von Dan Brown zu vergleichen. Zwar sind die Kapitel recht kurz gehalten, jedoch ist Schätzings Sprache um ein Vielfaches anspruchsvoller als die ins Deutsche übersetzten Bücher von Dan Brown. Amerikaner haben ja bekanntlich einen recht kleinen Wortschatz, und deshalb ist auch das aus dem Amerikanischen übersetzte Deutsch recht einfach zu lesen.
Im Gegensatz zu Dan Browns Bücher wird "Lautlos" leider erst nach ungefähr 400 Seiten spannend. Und nach weiteren 300 Seiten ist das Buch dann schon zu Ende. Die Story ist glaubhaft und gut recherchiert. Themen wie die Entwicklung des internationalen Terrorismus und der Kosovokrieg werden ausführlich diskutiert. Dabei ist es weniger das Anliegen des Autors, den Leser mit leichter Unterhaltung zu berieseln, sondern vielmehr, diesen zum Nachdenken zu bewegen. Das Buch ist lesenswert, allerdings nicht mit dem Spannungsfaktor, den manch ein Leser von Dan Brown gewohnt ist.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

soooo groß...

können Bäume sein. Wobei Größe in diesem Fall mehr mit Volumen als mit Höhe zu tun hat. Im Sequoia National Park in Kalifornien stehen die voluminösesten Bäume der Welt. Ihre Ausmaße kann man sich annähernd vorstellen, wenn man sie mit eigenen Augen sieht. Der Anblick ist äußerst ehrfurchterregend.
Der Größte der großen Bäume im Nationalpark heißt "General Sherman Tree". Er ist knapp 84 Meter hoch, hat an der Stammbasis einen Durchmesser von über 11 Meter und in 55 Meter Höhe immer noch einen Durchmesser von über 4 Meter. Das Volumen seines Stammes liegt bei knapp 1500 Kubikmeter.
Selbst wenn man daneben steht, sind die Dimensionen immer noch nicht greifbar. Ein bischen hilft vielleicht der folgende Vergleich: Wenn so ein Baum umfällt (siehe Bild unten), so ist er immer noch so groß wie ein 2-stöckiges Wohnhaus - mit Dach.

Samstag, 25. Oktober 2008

2984 Meilen nach Los Angeles

Heute hab ich mal wieder mein Flugmeilenkonto bei der Lufthansa eingesehen und mit Erstaunen festgestellt, dass die Entfernung zwischen zwei Städten offenbar nicht von der räumlichen Distanz abhängt, sondern davon, wie viel man für sein Flugticket bezahlt.

Dies will ich am Beispiel der Verbindung zwischen München und Los Angeles erklären: Die tatsächliche Flugstrecke beträgt 5968 Flugmeilen (nautische Meilen), das entspricht umgerechnet 11052km.

Kauft man ein Flugticket zum Schnäppchenpreis (Buchungsklasse S, U, oder W), so rechnet die Lufthansa nur eine Flugstrecke von 2984 Flugmeilen auf das Flugmeilenkonto an, was einer absolut unrealistischen Entfernung von 5526km entspricht.

Je weniger man also für seinen Flug bezahlt, umso näher rücken die Flughäfen dieser Erde zusammen. Komisch ist nur, dass die Flugzeuge für die halbierte Distanz trotzdem genauso viel Zeit benötigen. Diese Tatsache wiederum entspricht einer Halbierung der Produktivität des Unternehmens!

Trotzdem, für die Lufthansa scheint dies eine gute Möglichkeit zu sein, wirtschaftlicher zu arbeiten. Vielleicht sollte man den Damen und Herren der Lufthansa einmal mitteilen, dass Sie mit dieser Taktik ihre Kerosinkosten, die Arbeitsstunden ihrer Piloten und die Flutstunden ihrer Maschinen leider nicht halbieren können.

Wer seine Flugmeilen (abhängig vom gebuchten Tarif) schon vor seinem Abflug einmal berechnen lassen will, der kann das mit Hilfe dieses Flugmeilenrechners tun: http://www.meilenrechner.com/php/meilen_sammeln2.php?language=ger

Montag, 20. Oktober 2008

Hubschrauberkamera

Ganz spontan und ohne Planung entstand vor einiger Zeit meine erste Hubschrauberkamerahalterung. Mit Hilfe verschiedener Materialien und Werkzeuge aus dem Bastelkeller entstand innerhalb weniger Stunden ein kleines leichtes Gestell aus Hartholz, das mittels Flügelmuttern an die Kuven meines Logo 10 3D geschraubt werden kann.
Falls die vordere Querschine mit der befestigten Kamera aus irgendeinem Grund während des Fluges doch einmal brechen sollte, dient die am Kuvengestell befestigte Handschlinge der Kamera als zusätzliche Sicherheit.

Alle Stellen, an denen die Kamera mit der vorderen Querschiene und diese mit den Kuven verbunden ist, wurden mit Moosgummi beklebt. Der Hintergedanke dabei war, die ohnehin geringen Vibrationen meines Elektrohelis noch weiter zu minimieren. Der hohen Aufnahmequalität zufolge funktioniert das recht gut.
Die Kamera selbst wird mit einer Stativschraube aus dem Fotofachgeschäft an das Gestell geschraubt. Die Kamera ist leicht nach vorne geneigt und der Neigungswinkel ist so optimiert, daß die Schnauze der Fuselage nicht auf der Filmaufnahme zu sehen ist. Die hintere Halterung dient lediglich der Balance in der Luft und dem aufrechten Stand des Helis während er am Boden ist. Vibrationen sind bei der hinteren Querschiene nicht tragisch, deshalb wurde auf Moosgummi verzichtet. Die Halterung kann innerhalb weniger Sekunden und ohne Werkzeug angebracht und abgenommen werden und erfüllt ihre Aufgabe bestens.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Hochzeit auf Amerikanisch

Ein weiteres Highlight im letzten Urlaub war die Hochzeit von Joel & Jenna am 3. Oktober, zu der Carolyn und ich eingeladen waren. Joel ging vor 6 Jahren an der University of the Nations in Kona in meine Klasse und seitdem haben wir uns immer wieder getroffen.
Die Hochzeit war total anders als alles was Carolyn und ich bisher gekannt hatten, total amerikanisch halt - mit Filmteam und sogar mit Generalprobe am Tag zuvor. Weil es im Herzen Kaliforniens Anfang Oktober noch sommerlich warm ist, fand die Hochzeit im Freien statt. Das Ambiente war traumhaft und wir erlebten eine unvergessliche Feier. Manche Dinge können wir uns für unsere eigene Hochzeit auch vorstellen. Eines jedoch auf keinen Fall, nämlich, sich als Brautpaar schon weit vor Mitternacht aus dem Staub zu machen und die Hochzeitsgesellschaft allein weiterfeiern zu lassen.

Freitag, 10. Oktober 2008

Herbstwinde

Nachdem meine Flugkurventechnik jetzt einigermaßen ausgereift ist, bin ich auf die nächste Herausforderung gestoßen: Fliegen in großer Höhe oder weiter Entfernung. Das Problem dabei ist, daß man erstens den Wind in entsprechender Entfernung überhaupt nicht mehr einschätzen kann und zweitens die jeweilige Fluglage des Helis kaum erkennt. Auch die rot-weiße Signallackierung meines Helis hilft dabei eher wenig - zumindest bei herbstlich schlechten Lichtverhältnissen.


Wenn sich dann böige Herbstwinde und Nebel gegen den Steuermann zusammentun, kann das fatale folgen haben. Hinzu kommt, dass die Finger schneller kalt werden und die Akkus sind bei niedrigen Temperaturen auch nicht voll leistungsfähig. Trotzdem hab ich bei so einem Flug meine Kamera montiert und einen "Beinaheabsturz" - ich hatte die torkelnde Kiste am Himmel bereits aufgegeben - einmal dokumentiert. Mein Heli wurde in großer Entfernung und in ca. 150 Meter Höhe von einer Windböhe gepackt und nach oben gezogen. Ich war recht überrascht, denn nur mit einem negativen Anstellwinkel der Rotorblätter kam die Kiste wieder näher zum Boden. Natürlich war ich sehr erfreut, dass die Fluglage ca. 40 Meter über dem Boden wieder erkennbar war und noch genug "Restflughöhe" blieb um den Trudelheli abzufangen.

Sonntag, 5. Oktober 2008

ganz vorn mit dabei

Wer sich gerne in den Bereichen Technologie, Unterhaltung und Design auf dem Laufenden halten will und wer gerne früher als "Otto-Normalverbraucher" von neuen Forschungsergebnissen und ausgefallenen Ideen hört, für den ist TED.com die ideale Webseite. TED steht für Technology - Entertainment - Design und ist eine im Jahr 1984 gegründete Konferenz, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, neue Ideen zu verbreiten. Die Hauptsponsoren der TED Konferenz sind Nokia, BMW und Autodesk. TED.com ist eine echte Alternative zu herkömmlichen Wissenschafts- und Techniksendungen im Fernsehen.
Auf TED.com können viele Vorträge berühmter Persönlichkeiten wie zum Beispiel Al Gore oder Steven Hawking angeschaut werden. Die Vorträge sind kurz gehalten und in den meisten Fällen sehr faszinierend. In gewisser Weise ist TED.com das Youtube für Leute mit gehobenen Ansprüchen.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Holz statt Stahl

Eine Achterbahn muß nicht immer gleich ein Nervenkitzel sein um tolle Bewertungen zu bekommen. Das beweist Europas derzeit größte Holzachterbahn im Tripsdrill-Freizeitpark. Anders als bei Achterbahnen mit Stahlgestell, fahren die Wagen stark gedämpft über den Hochgeschwindigkeitskurs, ohne die Insassen auf ruppige Art durchzuschütteln. Das Holzgestell scheint die Kräfte der Gondeln besser zu schlucken als es Stahlgestelle tun. Der Kurs besteht aus einem steilen Absturz zu Beginn, dann folgen weich geschwungene Hochgeschwindigkeitskurven und eine Tunneldurchfahrt am Ende.

Überall auf der Strecke ist das frisch verbaute Holz zu riechen und kurz vor Ende fahren die Gondeln durch einen Schleier von eiskaltem Wasserdampf, der mit Kiefernadelöl angereichert ist. Den Fahrgästen wird während der Wartezeit und der etwa 90-Sekündigen Fahrt ein tolles canadisches Holzfäller-Feeling vermittelt und auch ohne Loopings ist diese Achterbahn ein echtes Hightlight.

Sonntag, 28. September 2008

erste Beweisaufnahmen

Da ich beim Rundflug in den letzten Tagen immer sicherer geworden bin, durfte meine Kamera endlich auch mitfliegen. Sie ist zwar stoßfest, doch das Risiko war mit zu groß, sie schon während meiner ersten Rundflugversuche an den Kuven zu montieren. Schließlich heißt stoßfest nicht, dass sie einen Absturz aus 50 Meter Höhe garantiert überlebt.


Auf dem Video sind zum ersten mal Links- und Rechtskurven erkennbar. Manche sind noch recht wacklig, andere schön gleichmäßig geschwungen. Am meisten macht es mir Spaß, in der Entfernung einen großen Bogen zu fliegen, um dann geradewegs auf mich selbst zuzufliegen (nose-in) und dann meinen eigenen Kopf nur um wenige Meter zu verfehlen.

Mittwoch, 24. September 2008

es hat KLICK gemacht

So einfach kann es manchmal sein. Es macht "KLICK" im Hirn, und von einer Sekunde auf die andere funktionieren nicht nur Links-, sondern auch Rechtskurven. Lange lange hab ich auf diesen Moment gewartet. Seit meinem Absturz in Sydney im Jahr 2005 steckte mir einfach der Schreck in den Gliedern und ich hab mich nicht so richtig getraut, in Gegenrichtung zu fliegen. Jetzt scheint es aber gar kein Problem mehr zu sein. Und das tolle: es klappt sogar ohne dabei nachzudenken.

Eine ordentliche Portion Spass am Figuren- und Steilkurvenfliegen hat den Nervenkitzel ersetzt und mein Hubi saust mit durchschnittlich 43km/h durch die Luft. Die Höchstgeschwindigkeit konnte ich auch weiter steigern, sie liegt jetzt bei 102km/h.

Montag, 22. September 2008

Verbrecherjagd

Eine Woche nach unserer Londonreise wurde mir beim Blick auf meinen Kontoauszug übel. Zunächst war ich noch ungläubig, doch dann begriff ich, daß seit unserer Heimreise eine fremde Person mit meiner Kreditkarte 250 Euro für Skype-Guthaben und 380 Euro für Männerbekleidung ausgegeben hatte. Schnell schaute ich in meinem Geldbeutel, doch meine Kreditkarte war immer noch da. Sie war also nicht verlorengegangen oder in den Händen eines Gauners. Wie konnte der Betrug dann also passiert sein?
Viele Möglichkeiten gab es nicht, denn in London hatte ich ausschließlich unsere Hotelrechnung mit meiner Kreditkarte beglichen. Der Bösewicht konnte also nicht weit sein. Sofort meldete ich mich telefonisch beim Hotel und erfuhr, daß ausschließlich der Hotelmanager Zugriff auf die vollständigen Kreditkartendaten hätte. Weitere Auskünfte wurden mir leider verweigert. Man würde dem Fall auf jeden Fall nachgehen, bla bla bla... Fehlanzeige also, denn vom Hotel würde ich das Geld ja eh nicht wieder bekommen. Und schließlich vermutete ich dort ja nur die Sicherheitslücke, nicht jedoch den Gauner selbst.
Gleich danach wandte ich mich per Email an den Skype-Kundenservice. Wenn sich jemand mit meiner Kreditkarte sein Konto aufgeladen hat, dann sollte es schließlich kein Problem sein, diesen Skypenutzer ausfindig zu machen und dessen Name und Adresse herauszurücken. Leider erwies sich der Skype Kundenservice als komplett nutzlos und antwortete nur mit automatisch generierten Emails. Dabei hatte ich mich schon gefreut, denn es grenzt ja schon an Dummheit, eine Kreditkartennummer zu klauen und anschließend sein Konto damit aufzuladen. Doch zu meiner Enttäuschung deckte Skype lieber den Gauner, anstatt mir in irgend einer Weise behilflich zu sein.
Ein noch dümmerer Zug "meines" Gauners war es, sich in einem Internetshop mit Männerbekleidung einzudecken, die Rechnung mit meiner gestohlenen Kreditkartennummer zu begleichen und anschließend die Kleidung an seine eigene Heimadresse schicken zu lassen. Ohne Probleme rückte mir der Besitzer des Internetladen die entsprechende Lieferadresse heraus und es war nur noch eine Formalität, alle gesammelten Informationen bei der Polizei in einer einstündigen Verhörung weiterzugeben.
Das Verhör auf dem ländlichen Polizeiamt war recht unterhaltsam. Es bereitete mir große Freude, einem Polizeiobermeister erklären zu dürfen, wie man mit einer Kreditkarte bezahlt, außerdem, daß man dabei keinen PIN-Code eingeben muß und zuletzt, wo auf der Karte die 16-stellige Kreditkartennummer zu finden ist.
Eine Woche später war das gestohlene Geld wieder auf meinem Konto, vermutlich ist die Versicherung der Kreditkartenbank dafür eingesprungen. Meine Anzeige wurde an die Kriminalpolizei weitergeleitet und von dort aus an die Ordnungshüter in England. Vermutlich werd ich nix mehr von dem Fall hören und das ist ja auch nicht so schlimm, denn der Schaden ist ja beglichen. Allerdings werd ich in Zukunft aufhorchen, wenn mir ein gewisser Herr A... W....... aus England über den Weg läuft!

Freitag, 19. September 2008

Tötet den Schiedsrichter

Eigentlich gar nicht mein Fall: Ein Buch mit mehreren hundert Seiten, das überhaupt keine Kapitel hat. Doch das hatte ich erst bemerkt, als ich schon angefangen hatte zu lesen. Und irgendwie war das Buch dann so unterhaltsam, dass ich es an einem Stück komplett durchlas - morgens im Flugzeug von Stuttgart nach Frankfurt angefangen und abends im Flugzeug von Bristol nach Frankfurt abgeschlossen. Meistens absurd und lustig, manchmal auch ein bischen spannend.
"Tötet den Schiedsrichter" gehört zu den leichtesten Lektüren die ich kenne. Man kann es gut zwischendurch lesen, im Bus, in der Bahn oder im Flugzeug. Konzentrationsvermögen ist dabei kaum nötig, deshalb kommt es wahrscheinlich auch ohne Kapitel oder Absätze aus. Der Spannungsbogen zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite. Der Autor schreibt die Geschichte in einem Fluß. Wer sich mal einen faulen Nachmittag machen will und nach leichter Unterhaltung sucht, für den ist diese Buch genau das richtige.

Dienstag, 16. September 2008

Schleifen überm Räuberwäldle

Schleifen sind das neue Rezept, um in vorgegebener Zeit möglichst weite Strecken zurückzulegen. Da meine Flugzeit pro Batterie auf 9 Minuten begrenzt ist, versuche ich seit neustem die Flugzeit voll auszukosten und möglichst lange Strecken zurückzulegen. Mit meinem bisherigen Flugstil (erst vorwärts weit weg, dann rückwärts wieder zurück zum Startpunkt) bin ich an eine Grenze gekommen und schaffe in der zur Verfügung stehenden Zeit einfach nicht mehr als 9km. Deshalb hab ich mir vorgenommen, das Kurvenfliegen zu lernen und das klappt zu meiner Begeisterung auch schon ganz gut.
Linkskurven gelingen mir noch besser als Rechtskurven, aber das wird schon werden. Außerdem werden meine Konzentrations- und Verschnaufpausen zwischen den einzelnen Manövern immer kürzer, sodaß die Fluggeschwindigkeit über weite Strecken konstant gehalten werden kann. Heute legte ich deshalb in 18 Minuten über 10,5 km zurück, was auf einen Schnitt von 35km/h hindeutet. In den ersten 9 Minuten legte ich nur 4.7 km zurück, weil ich eben erst noch warm werden mußte. Wenn das Einfliegen aber mal noch schneller klappt, dann sollte die 12km Marke auch zu knacken sein. Das entspräche dann einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40km/h. Die Höchstgeschwindigkeit lag heute bei 71km/h, der Höchste Punkt der Flugstrecke ca. 90 Meter über dem Boden. Mal sehen, wie weit ich diese Werte noch nach oben puschen kann. Übertreiben will ich es ja auch nicht, denn ein Absturz wäre dramatisch. Schließlich sehe ich mich immer noch als blutigen Amateur.

Samstag, 13. September 2008

Achterbahn am Himmel

Um die Flugstrecke meines Hubschraubers noch besser visualisieren zu können, reduzierte ich beim letzten Flug die Intervalle der einzelnen GPS-Messungen auf 1 Sekunde. Als ich das Ergebnis sah, war ich begeistert, denn die Flugstrecke erinnert an eine überdimensional große Achterbahn am Himmel.


Außerdem hab ich in Google-Earth eine Möglichkeit entdeckt, alle Meßpunkte bis zum Boden zu verlängern. Dabei läßt sich gut erkennen, dass ich es in jüngster Vergangenheit gelernt habe, Kreise zu fliegen. Es mag dem einen oder anderen (der meine Heli-Videos gesehen hat) vielleicht komisch vorkommen, aber es ist tatsächlich so, dass es mir wesentlich einfacher fällt, Loopings und Schrauben zu fliegen, als einen einfachen Kreis Bereich vor mir. Kreise gegen den Urzeigersinn, fallen mir noch viel einfacher als mit dem Urzeigersinn, es gibt also noch viel zu tun!

Montag, 8. September 2008

Matrosenjubiläum

Heut ist ein besonderer Tag. Zum einen feiern Jochen und Susi ihren allerallerallerersten Hochzeitstag (Herzlichen Glückwunsch meinerseits!!!), zum anderen feier ich heute mein 5-jähriges Matrosenjubiläum. Heute vor 5 Jahren saß ich mit gepacktem Koffer zuerst im ICE nach Amsterdam, dann im Regionalexpress gen Norden und zum Schluß in des Captain's Porsche in Richtung Makkum. Die darauf folgenden Wochen waren unglaublich aufregend, weil ich mich in der englischsprachigen Umgebung zurecht finden mußte. Zunächst war ich noch recht zögerlich als ich merkte, welche Verantwortung mir der Captain übertragen wollte. Doch nach den ersten drei Monaten Probearbeiten an Bord hatte ich mich schon daran gewöhnt. Fremde Länder und Meere sind in der Zwischenzeit Gewohnheit für mich geworden und das heimische Calw, die Schwäbische Alb oder die Berge Österreichs gehören jetzt zu den Highlights meiner Ziele!

Samstag, 6. September 2008

2965m - Schesaplana

Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Deshalb versuche ich von meinem letzten Wochenende in einer Art Bildergeschichte zu berichten. Zu neunt zogen wir am Freitagmorgen in Gerstetten in Richtung Vorarlberg los und kamen dort kurz vor zehn Uhr morgens an.


[die komplette Tour]
Der Plan war es, in den zur Verfügung stehenden zwei Tagen vom Parkplatz im Tal (knapp 1500m hoch gelegen) zum Schesaplana-Gipfel (knapp 3000m hoch) auf- und abzusteigen. Dank gutem Wetter hat alles gut geklappt und wir hatten ein unvergessliches Wochenende.


Nach unserer Ankunft und einem kleinen Frühstück wurden rasch die Stiefel geknüpft und die Rucksäcke geschultert.

[Lünerseebahn]

Die ersten 500 Höhenmeter (von etwas über 1500m auf knapp 2000m) legten wir sehr bequem mit der Lünerseebahn zurück. Auf halber Höhe bewunderten wir ein Gemsennest, in dem gerade zwei junge Gemslein unter Aufsicht ihrer Mutter aus ihren Eiern schlüpften. Die meisten Touristen in unserer Gondel fielen tatsächlich auf diesen österreichischen Scherz herein und glauben noch heute, dass Gemsen wie Vögel aus Eiern schlüpfen.


Kurz vor dem ersten steileren Anstieg wurden nochmal die Schuhe fest geknüpft, etwas getrunken und die Kühle Luft an Stausee genossen.


[Aufstieg zur Totalphütte]

Die auf den Wegweisern veranschlagte Wanderzeit von 2 Stunden zur Totalphütte (ca. 2400m hoch) konnten wir um eine viertel Stunde unterbieten - dank der motivierten Führungsarbeit der jungen Wilden. Weil ich eher Meereshöhe als Gebirge gewohnt bin, machte mir dieser erste Aufstieg am meisten zu schaffen.


Doch die immer atemberaubender werdende Aussicht belohnte uns für all die Anstrengungen.


An der Totalphütte angekommen, bezogen wir unser Matratzenlager und aßen zu Mittag. Nach einer weiteren Stunde Rast ging es dann gegen 14 Uhr mit leichterem Gepäck weiter bergauf in Richtung Gipfel.


[Aufstieg zum Schesaplanagipfel]


Für diesen Streckenabschnitt waren 2 Stunden veranschlagt, doch weil wir recht leicht unterwegs waren, erreichten wir den Gipfel schon nach 90 Minuten.


Auf dem Weg zum Gipfel kamen uns viele andere Wanderer entgegen. Das war uns ganz recht, denn das bedeutete, dass wir vermutlich nur wenige andere Leute auf dem Gipfel vorfinden würden.


Gegen 16 Uhr, nach ca. 20 Minuten auf dem Gipfel in 2965m Höhe, waren wir ganz allein. Gemeinsam hörten wir Wolfgang zu, der uns den Psalm 121 vorlaß.


Die Grenze zwischen der Schweiz und Österreich verläuft genau über den Schesaplanagipfel. Deshalb genoss ich es besonders, auf dem Grenzstein zu sitzen, den einen Fuß im einen, den anderen Fuß im anderen Land.
Die Aussicht war phänomenal, die zerzausten Wolken machten das Panorama perfekt.


Weil es auf dem Gipfel absolut windstill war, verweilten wir dort länger als geplant und machten uns erst kurz vor 17 Uhr wieder auf in Richtung Tal.


[Abstieg zur Totalphütte]

Besonders aufregend waren die Schneefelder auf dem Abstieg. Einige von uns fuhren zum ersten Mal mit normalen Wanderschuhen auf einem steilen Schneefeld ab. Der Schnee war recht fest und war man einmal in Fahrt, so konnte sich das Anhalten als ein Ding der Unmöglichkeit entpuppen. Dabei ist nichts schlimmeres passiert, jedoch haben wir jetzt alle noch größeren Respekt vor steilen Schneefeldern.


Über Nacht blieben wir in der Totalphütte, am nächsten Morgen ging es dann weiter talwärts.

[Abstieg zur Bergstation Lünerseebahn]


Weil wir genug Zeit hatten, liefen wir noch eine Runde um den Lünersee. Der Himmel war absolut wolkenlos, die Luft frisch und kühl und die Stimmung gut.




Die Landschaft war so idyllisch und ich konnte der Versuchung einfach nicht widerstehen eine ganze Menge Fotos zu schießen.




Immer wieder bestaunten wir das klare eiskalte Wasser des Lünersees und die Berge die sich darin spiegelten.

[Abstieg zur Talstation Lünerseebahn]


Der Abstieg vom Lünersee zum Parkplatz (-500 Höhenmeter) war sehr aufregend. Die Wegweiser veranschlagten eine Zeit von 1 Stunde, doch die meisten von uns waren nach 25 Minuten bereits am Parkplatz angekommen.

Sonntag, 31. August 2008

Speedtest

Wer genau wissen will, wie schnell seine Internetverbindung eigentlich ist, der findet im Internet eine ganze Menge von sogenannten "Speed-Tests". Dabei werden Dateien von einem möglichst ortsnahen Test-Server auf den eigenen Computer heruntergeladen und anschließend wieder auf den Server hochgeladen. Die Geschwindigkeit der Internetverbinung wird in beide Richtungen (Upload/Download) ermittelt. Diese Tests sind kostenlos und man sollte dabei eigentlich keine persönlichen Daten wie Emailadresse, usw. angeben müssen.

Auf der Seite http://www.speedtest.net/ gibt es einen aufregend gestalteten Speedtest der sehr benutzerfreundlich ist und nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt. Nachdem man sich von einer Landkarte einen Server ausgesucht hat, mit dem getestet werden soll, beginnt die Überprüfung der Verbindungsgeschwindigkeit automatisch. Selbstverständlich kann auch mit geografisch sehr weit entfernten Test-Servern getestet werden.

Montag, 25. August 2008

Jäger und Sammler

Wenn ich ehrlich bin war ich noch nie ein Fan vom REALplayer. Die ständige Werbung und die Registrierungsaufforderungen gingen mir gehörig auf die Nerven.

Was sich allerdings beim neuen "REALplayer 11 GOLD basic" als äußerst nützliche Funktion erwiesen hat, ist die Möglichkeit, sämtliche Internet-Video-Streams auf der lokalen Festplatte abspeichern zu können. Sieht man ein interessantes Interview, eine Nachrichtensendung oder eine Dokumentation die auf verschiedenen Internetseiten als Stream angeboten werden, so kann per Mausklick alles einfach aufgezeichnet werden.

Dabei scannt ein REALplayer-Plugin jede neu geöffnete Internetseite und falls eine Videodatei gefunden wird, erscheint automatisch ein REALplayer-Aufnahme-Knopf am oberen rechten Rand jedes Videos. Der einzige Nachteil dabei ist, dass der gestreamte Film in einem proprietären Videoformat auf der Festplatte gespeichert wird und nur vom REALplayer zu einem späteren Zeitpunkt wiedergegeben werden kann. Trotzdem, der neue REALplayer ist für alle Jäger und Sammler ein willkommenes Hilfsmittel.

Donnerstag, 21. August 2008

Hoch über der Alb

Nachdem ich schon mehrere Male meine Kamera am Hubschrauber montiert hatte, startete ich heute in Gerstetten auf der schwäbischen Alb mal einen Versuch mit meinem Garmin GPS. Die Flugzeit betrug insgesamt knapp 16 Minuten. Ich war wirklich gespannt, wie genau die Flugstrecke aufgezeichnet werden würde. Zu meiner Überraschung läßt sich das Ergebnis wirklich eindrucksvoll in Google Earth darstellen, da das GPS Gerät außer dem jeweiligen Längen- und Breitengrad auch noch die absolute Höhe üNN aufzeichnet.

Begeistert stellte ich fest, dass mein Hubschrauber in der kurzen Flugzeit eine Gesamtstrecke von knapp über 5,8 km zurück gelegt hatte. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 74 km/h, der höchste Punkt über dem Boden wurde mit 90 Meter notiert. Die Durschnittsgeschwindigkeit lag demnach bei ca 20 km/h.

Montag, 18. August 2008

oben ohne in London

Wer in London möglichst viel in kurzer Zeit sehen will, der ist meist oben ohne unterwegs. Genauer gesagt, mit einem "oben ohne Bus" - einem Bus ohne Dach. Bei gutem Wetter macht das besonders viel Spaß, denn dann pfeift einem die Londoner Stadtluft erfrischend um die Ohren.

Von Montag bis Mittwoch haben wir drei Tage lang London unsicher gemacht. Unsere Zeit war gespickt mit einer guten Mischung aus verschiedenen Sehenswürdigkeiten, sowie McDonalds, Starbucks, Subway, Pizza Hut, Bagel Factory, Upper Crust, usw. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und waren deshalb extrem viel im Freien unterwegs.

Es hat mir richtig Spaß gemacht, Carolyn all die Highlights in London zu zeigen, die ich mir schon vor zwei Jahren angeguckt hatte. Damals war ich mit der M.Y. Ilona zum ersten Mal in London und gleich total begeistert.

London ist sehr sauber und das öffentliche Verkehrsnetz ist sehr komfortabel und gut organisiert. Die ganze Stadt ist extrem gut auf die Touristenmassen eingestellt und äußerst geschichtsträchtig. Obwohl wir beide keine "Kulturbanausen" sind, war es uns zu keiner Zeit langweilig.

Freitag, 8. August 2008

Schnappszahlen und Kniefall

Am 08.08.08 war ein besonderer Tag. Morgens um 08.08 Uhr klingelte der Wecker und im Radio wurden die 8 Uhr Nachrichten für eine wichtige Mitteilung unterbrochen: "Heute ist ein guter Tag zum JA-Sagen!" meinte der Radiosprecher. Doch das war mir schon vor über einem halben Jahr bewußt gewesen, weshalb ich diesen besonderen Tag für meine liebe Carolyn mit der einen oder anderen Überraschung versüßen wollte. Carolyn hatte meine Geheimnistuerei in den Monaten zuvor geduldig ertragen.

Wir erlebten einen wirklich abwechslungsreichen Tag an der frischen Luft und machten eine lange Wanderung mit Kompass und GPS. Carolyn navigierte uns souverän durch Wälder, Wiesen und Gestrüpp und es bestätigte sich, dass sie eine gute Matrosenbraut wäre.

Abends rundeten wir den Tag mit einem romantischen Dinner im Wald ab, und seit Carolyn auf meine allesentscheidende Frage mit "JA" geantwortet hat, fühle ich mich sehr erleichtert und obendrein verlobt. Ich bin jetzt quasi "unter der Haube" und es fühlt sich gut an. Nächstes Jahr wollen wir heiraten.

Sonntag, 3. August 2008

mal was anderes

Aus Holz geschnitzte Meerjungfrauen haben am Bug von Schiffen schon lange nichts mehr zu suchen. Ein neuer Trend geht sogar noch einen Schritt weiter. Nicht nur die Holzschnitzerei wird entfernt, sondern gleich der ganze Bug. Was zunächst sehr gewöhnungsbedürftig aussieht, gefällt mir der Zeit immer besser.

Der gestutzte Bug verleiht einer Yacht eine sehr aggresive Note. Die abgelichtete knapp 73 Meter lange Yacht heißt "Predator" (zu deutsch "Räuber" oder "Feind") und ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker.

Freitag, 1. August 2008

Double Windsor recycling

Seit ein paar Jahren gehört eine schwarze Krawatte zu meiner Arbeitskleidung. Da ist es nur schwer vorstellbar, dass ich nach so langer Zeit immer noch nicht weiß, wie man eine Krawatte bindet. Deshalb hege und pflege ich meinen "Double Windsor" Krawattenknoten seit bald 5 Jahren. Er sieht immer noch aus wie neu weil er beim An- und Ausziehen immer nur gelockert, jedoch nie ganz aufgelöst wird. Ob meine Vorgehensweise als äußerst geschickt oder als Armutszeugnis einzuschätzen ist, weiß ich selbst nicht. Als ich mich auf Wikipedia ins Thema "Krawattenknoten" einlesen wollte, hatte ich den Eindruck, dass sich auf diesem Gebiet eine eigene Wissenschaft entwickelt hat. Vor lauter Schrecken hab ich mich deshalb dafür entschieden, meinen Krawattenknoten auch in Zukunft täglich zu recyclen.

Dienstag, 29. Juli 2008

Italienkreuzfahrt

Erst in den letzten Wochen wurde mir klar, warum eine Kreuzfahrt eigentlich "Kreuz"fahrt heißt: Es geht dabei einfach immer kreuz und quer durch die Gegend. Ein richtiges System läßt sich dabei eigentlich nicht erkennen. Man fährt einfach immer dort hin, wozu man gerade Lust hat. In diesem Fall machten wir eine Italienkreuzfahrt.

[Italien - kreuz und quer]
Anfangs war ich noch von der Idee begeistert, meine komplette zurück gelegte Strecke mit meinem Forerunner GPS aufzuzeichnen. Doch schon bald stellte sich heraus, mit welch einem Aufwand dies verbunden war. Da wir zu allen Tages- und Nachtzeiten den Anker lichteten und weiterfuhren, hieß das für mich jedesmal "raus aus den Federn" um die entsprechenden Vorbereitungen für die Aufzeichnung zu treffen. Trotzdem, wenn ich das obige Ergebnis betrachte, dann bin ich zufrieden. Der Aufwand hat sich gelohnt.

[Italien - Mittelmeer pur]
Zu Beginn unserer Kreuzfahrt hat Günter (http://www.chef-gee.com/) uns mit einer herrlichen Melonenschnitzerei auf die bevorstehenden Wochen eingestimmt. Günter ist ein extrem kreativer Koch und arbeitet Tag und Nacht. Meiner Meinung nach ist er Künstler und Koch zugleich.


[Capri]
Unsere Fahrt hat uns an den meisten Orten mehrmals vorbeigeführt, trotzdem gibt´s hier zu jedem Ort immer nur 1 Photo zu sehen.


[Neapel]
Eigentlich hatten wir in Neapel aufgrund des Müllmannstreiks sehr viel mehr Abfall auf den Straßen erwartet. Erfreulicherweise war dem aber nicht so. Diesbezüglich muß ich mich allerdings auf die Aussagen meiner Kollegen verlassen, denn von Bord konnte ich in Neapel nicht gehen.


[Isola d'Ischia]
Die bunten italienischen Häuser sind einfach toll. Leider kommen die Farben nicht wirklich so raus wie in Wirklichkeit. Die Luftfeuchtigkeit war extrem hoch und alle meine Photos sind wie von einem dünnen Nebelschleier überzogen. Manche unserer Feuermelder an Bord schlugen Alarm weil es so schwül war.


[Capri]
Capri war in den letzten 4 Wochen der einzige Ort, an dem ich die Gelegenheit hatte von Bord zu gehen. An Capri gefallen mir besonders die engen Gassen mit den kleinen Läden und Boutiquen. Die Preise sind allerdings unverschämt - eben auf Leute mit immenser Kaufkraft angepaßt. Wer einen kleineren Geldbeutel hat, kann aber trotzdem von Neapel aus mit einer Fähre nach Capri kommen und einen Tagesausflug machen.


[Positano]
Die Steilküste südlich von Neapel ist sehr beeindruckend. Mehrere hundert Meter hoch ragen die Felswände aus dem Meer in den Himmel empor. Die Berge sind nur leicht besiedelt. Yachteigner, die die Abgeschiedenheit suchen, kommen gerne hierher.


[Amalfi]
In jedem Tal zwischen zwei Bergen befindet sich eine andere Ortschaft. Am einfachsten sind diese für Ottonormalverbraucher mit der Fähre zu erreichen. Ich weiß nicht, ob ich mir diesen Aufwand machen würde. So ein großer Kulturguru bin ich dann auch wieder nicht.


[Torre Annunziata]
Im Hintergrund der Vesuv. Niemand scheint wirklich mit einem erneuten Ausbruch zu rechnen. Am Fuß des Berges sind viele dichtbesiedelte Ortschaften.


[Nerano]
Immer wieder sieht man ein Haus am Steilhang. Es ist mir ein Rätsel, wie diese Residenzen erreicht werden können - über Stollen, Treppen, Seilbahnen oder FIAT500 taugliche Straßen vielleicht? Viele dieser Villen und Restaurants haben ihren eigenen Hubschrauberlandeplatz.
Die Italienkreuzfahrt war ein voller Erfolg und ich habe Italien von einer ganz neuen Seite kennen gelernt. Bisher hatte ich nur die nördlicheren Regionen Italiens gekannt, die Toskana, Venedig, und Südtirol.